
Martin Czerwinka
Literat 1963 in Graz geboren Nach der Volksschule verbrachte er acht Jahre im Bischöflichen Gymnasium Während jener Zeit Erstveröffentlichung der Erzählung „Der Bettler“ im Landkalender, Leopold Stocker Verlag Seit 1988
Werk
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Künstlerischer Lebenslauf
Martin Czerwinka wurde 1963 in Graz geboren und lebt und arbeitet in Graz. Seine Beziehung zur Sprache begann früh: Schon während seiner Gymnasialzeit am Bischöflichen Gymnasium veröffentlichte er die Erzählung „Der Bettler“ im Landkalender des Leopold Stocker Verlags. Was damals als erste literarische Spur sichtbar wurde, entwickelte sich über Jahrzehnte zu einem eigenständigen schriftstellerischen Weg.
Czerwinka ist Autor von Erzählungen, Romanen, Jugendbuchliteratur, Bühnenstücken und dramaturgischen Arbeiten. Seit 1988 ist er beruflich beim Landesschulrat für Steiermark tätig; zugleich begleitet ihn das Schreiben als innerer Gegenpol, als Ort der Reflexion, Sammlung und Sinnsuche. Seit 1986 engagiert er sich ehrenamtlich als Bewährungshelfer — eine Erfahrung, die seinen Blick auf Menschen, Brüche, Lebensentscheidungen und existenzielle Fragen wesentlich geprägt hat.
Seine Literatur kreist um Themen wie Hoffnung, Verantwortung, Spiritualität, Geborgenheit, Scheitern und Neubeginn. Czerwinka versteht Schreiben nicht als elitäre Selbstbehauptung, sondern als vermittelnde Kraft. Literatur soll für ihn nicht nur spiegeln, sondern auch berühren, öffnen und Orientierung ermöglichen. In seinen Texten geht es oft um jene leisen inneren Bewegungen, die Menschen durch Krisen tragen: die Sehnsucht nach Sinn, nach Liebe, nach einer tieferen Ordnung des Lebens.
Seit 2003 ist Martin Czerwinka Mitglied des Steiermärkischen Kunstvereins Werkbund, einer traditionsreichen steirischen Künstlervereinigung, die seit 1865 künstlerische Qualität, Eigenständigkeit und kulturelle Verantwortung verbindet. Innerhalb dieses kuratierten Umfelds steht Czerwinka für die literarische Stimme des Werkbundes: bodenständig, spirituell grundiert, erzählerisch zugänglich und zugleich von ethisch-menschlicher Tiefe getragen. Auch im Verein selbst wirkt er aktiv mit; 2020 wurde er in den Vorstand gewählt und übernahm die Funktion des Schriftführers.
Seit 2008 war Czerwinka zudem dramaturgisch im Grazer THEATERmëRZ tätig. Im Werkbund-Katalog 2016 wird seine dramaturgische Mitarbeit am Theatermerz von 2008 bis 2015 angeführt; genannt werden außerdem Uraufführungen seiner Stücke „Josef vs. Josef“ im Jänner 2011 und „Raumgleiter“ im Mai 2014.
Zu seinen Publikationen zählen unter anderem „Zirbengeist und Steirerstiefel“ (2003), „Mursäuseln“ (2004), „Solideias Reise zur Sonne“ (2004), „Glimmer“ (2005), „Gläserne Brücken“ (2006), „Hundsbraten“ (2008) sowie „PEPPI – Der erste Kontakt“ (2008). Für „Gläserne Brücken“ erhielt er 2006 den Ernst und Rosa von Dombrowski-Stiftungspreis für Literatur.
Martin Czerwinkas Texte entstehen aus Lebenserfahrung, Beobachtung und einem starken Bedürfnis nach Wahrhaftigkeit. Er schreibt gegen Zynismus und Gleichgültigkeit an — nicht laut, sondern mit einer Sprache, die Nähe sucht. Seine Literatur will nicht bloß analysieren, sondern eine Verbindung herstellen: zwischen Autor und Leser, zwischen Alltag und Sinn, zwischen Verletzlichkeit und Hoffnung.
Ausstellungen
Publikationen:
- 2003 – Zirbengeist und Steirerstiefel – Erzählband, Weishaupt Verlag
- 2004 – Mursäuseln – Erzählband, Weishaupt Verlag
- 2004 – Solideias Reise zur Sonne – Jugendbuch, Elfen Verlag
- 2005 – Glimmer – Novelle, Weishaupt Verlag
- 2006 – Gläserne Brücken – Roman, Weishaupt Verlag
- 2008 – Hundsbraten – Roman, Weishaupt Verlag
- 2008 – PEPPI – Der erste Kontakt – Comic/Komik, Weishaupt Verlag
- Alles Theater – Jahr/Verlag noch zu ergänzen
- Bühnenstücke, darunter:
- Josef vs. Josef – Uraufführung 2011
- Raumgleiter – Uraufführung 2014
Archiv
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