
Hannes Rossbacher
Hannes Rossbacher, geboren in Pöls bei Judenburg in der Steiermark, ist ein vielseitiger Gestalter zwischen Grafik, Film, Text und Licht, dessen Schaffen sich über mehrere Jahrzehnte hinweg stetig weiterentwickelt hat.
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Der Reinischkogler
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PopArt by Hannes Rossbacher
Steirisches Feuerwehrmuseum Kunst & Kultur, Marktstraße 1, 8522 Groß St. Florian
Künstlerischer Lebenslauf
Hannes Rossbacher ist ein Künstler, dessen Werk aus einem außergewöhnlich breiten gestalterischen Leben hervorgegangen ist. Geboren in Pöls bei Judenburg, führte ihn sein Weg früh zur visuellen Sprache: zur Zeichnung, zur Grafik, zur Werbung, zum Film, zur Musik und schließlich zur freien Kunst. Nach seiner Ausbildung an der Werbeakademie in Wien arbeitete er über viele Jahre als Grafikdesigner und Art Director für renommierte Agenturen und Auftraggeber in Wien, Frankfurt, Hamburg, Zürich und London. In dieser Zeit entwickelte er ein Gespür für Zeichen, Farben, Marken, Botschaften und Bilder, das bis heute seine Kunst prägt.
Seine künstlerische Handschrift begegnete einem breiten Publikum schon lange, bevor Rossbacher sich ganz der Malerei widmete: in vielfach ausgezeichneten Kampagnen, in Plattencovern für Falco, Joesi Prokopetz und Günter Mokesch, in Zeichentrickfilmen für Wolfgang Ambros und Georg Danzer sowie in visuellen Konzepten für Mode, Musik, Film und Design. Auch Lichtinstallationen, Lusterentwürfe, Texte und Covergestaltungen – unter anderem für die Steirerkrimis seiner Frau, der Bestseller-Autorin Claudia Rossbacher – gehören zu diesem weit verzweigten Schaffen.
Seit der Jahrtausendwende konzentriert sich Hannes Rossbacher verstärkt auf die freie Kunst. Sein unverkennbares Stilmittel ist die Pop Art: farbintensiv, plakativ, unmittelbar und doch gedanklich vielschichtig. Seine Kunst kommt aus der Welt der Zeichen und Marken, bleibt aber nicht an der Oberfläche stehen. Rossbacher interessiert sich für das, was hinter einem Bild, hinter einer Maske, hinter einem Produkt oder hinter einer gesellschaftlichen Pose liegt. Aus der Erfahrung des Designers wurde eine künstlerische Methode: präzise komponieren, verdichten, überhöhen – und daraus eine eigenständige Bildsprache entwickeln.
Ein wichtiger Werkkomplex ist der Zyklus „Global Brand Art“. Darin verarbeitet Rossbacher seine jahrzehntelange Auseinandersetzung mit Markenwelten und Konsumkultur. Die Marke wird bei ihm nicht bloß als Logo verstanden, sondern als kulturelles Zeichen: als Träger von Sehnsucht, Herkunft, Energie, Versprechen und Verantwortung. In großformatigen, farbstarken Arbeiten untersucht er, wie Bilder unser Bewusstsein prägen und wie sehr globale Produkte mit Natur, Kultur, Klima und gesellschaftlichen Fragen verbunden sind.
In seinem Zyklus „Two to Twelve“ rückt Rossbacher die bedrohte Artenvielfalt in den Mittelpunkt. Die Bildserie ist ein künstlerischer Appell für mehr Umweltbewusstsein und Verantwortung gegenüber der Natur. Auch hier verbindet sich Pop Art mit Haltung: Die Werke wollen nicht nur gesehen werden, sie wollen Aufmerksamkeit erzeugen, Nachdenken auslösen und eine Botschaft transportieren.
Besonders charakteristisch ist auch Rossbachers Figur „Das Zoff“. Ursprünglich für einen Zeichentrickfilm entwickelt, wurde diese geschlechtsneutrale Kunstfigur später zum Träger sozialer und gesellschaftspolitischer Botschaften. In Verbindung mit einem internationalen Fingeralphabet entstehen Bilder, die mit dem Betrachter in Dialog treten. „Das Zoff“ ist verspielt und ernst zugleich – eine Comicfigur, die in der Sprache der Pop Art Fragen unserer Gegenwart verhandelt.
In den „PopArtSelfies by Hannes Rossbacher“ richtet der Künstler den Blick auf sich selbst – allerdings nicht im Sinne klassischer Selbstporträts. Es sind Masken, Rollen, Verwandlungen und visuelle Identitäten. Rossbacher zeigt sich, indem er sich verhüllt; er erfindet sich neu, um etwas Wahrhaftiges sichtbar zu machen. Werke wie „Der Reinischkogler“ oder „Tutanchamun“ stehen beispielhaft für diese Serie, in der Malerei, Mischtechnik und plastische 3D-Elemente zu einer sehr eigenen Bildwelt verschmelzen.
Rossbachers Werke wurden in Österreich und international gezeigt, unter anderem in Wien, Graz, Salzburg, München, Hongkong und Shanghai. Zu seinen wichtigen Stationen zählen Christie’s Vienna, The Gallery Steiner in Wien, die ORF Funkhausgalerie im Landesstudio Steiermark, das Kunsthaus Köflach, das PAN-Museum in Emmerich am Rhein, Ausstellungen in Hongkong sowie die Präsentation im Austrian Pavilion der EXPO Shanghai 2010.
Für sein vielseitiges Lebenswerk wurde Hannes Rossbacher mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit Preisen des Art Directors Club, dem Staatspreis für Werbung, dem Internationalen Plakatpreis, dem Kitsch Award und 2020 mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
Mit seiner Aufnahme in den Steiermärkischen Kunstverein Werkbund steht Hannes Rossbacher in einem künstlerischen Umfeld, das seit 1865 qualitätsvolle zeitgenössische Kunst sichtbar macht und Künstlerpersönlichkeiten mit eigenständiger Handschrift fördert. Sein Werk fügt sich dabei auf besondere Weise ein: Es verbindet steirische Verwurzelung mit internationaler Erfahrung, Popkultur mit künstlerischer Reflexion, visuelle Kraft mit erzählerischer Tiefe. Hannes Rossbacher ist ein Künstler, der Bilder nicht nur gestaltet, sondern sie als Botschafter begreift – klar, farbstark, unverwechselbar und immer mit einem Gedanken hinter der Oberfläche.
Ausstellungen
Pop Art by Hannes Rossbacher
- 2002 – Kunst-Fabrik, Pielachtal
- 2002 – Christie’s Vienna, Wien
- 2002 – Messe Wien
- 2002 – Schloss Wilhelminenberg, Wien
- 2003 – Schloss Kleßheim / Casino Salzburg
- 2005 – Galerie 5-art im Bezirksmuseum Margareten, Wien
- 2006 – SAP Business School Vienna, Klosterneuburg
- 2007 – SOTA Gallery, Hongkong
- 2007 – Österreichisches Konsulat, Hongkong
- 2007 – Citibank Tower, Hongkong
- 2007 – Langham Place, Hongkong
- 2008 – Vienna Operaball, Hongkong
- 2009 – The Gallery Steiner, Wien
- 2010 – EXPO Shanghai, Austrian Pavilion, China
- 2010 – Orangerie, Tiergarten Schönbrunn, Wien
- 2013 – Eisvogel im Prater, Wien
- 2016 – Loisium, Ehrenhausen
- 2016 – ORF Funkhausgalerie / Landesstudio Steiermark, Graz
- 2016 – Vienna Art West Kunstmesse, Wien
- 2017 – Salon BelleArTi, Wien
- 2018 – Gerberhaus, Fehring
- 2019 – Aloft Munich Marriott, München, Deutschland
- 2020 – The Gallery Steiner, Wien
- 2021 – art BV – Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs, Wien
- 2022 – Kunsthaus, Köflach
- 2022 – Musikschule Gratkorn
- 2023 – Gemeindehaus Söding
- 2023 – Styria Media Group / Kleine Zeitung, Graz
- 2023 – PAN-Museum, Emmerich am Rhein, Deutschland
- 2025 – WinStage, Wiener Neustadt
Foto / Grafik / Artwork
- 1999 – Poem Art-Serie „Feuerwasser“, Texte: Gert Zielke, Frankfurt/Main, Berlin, Göteborg
- 2000 – „Emotion Food & Drinks“, Crowne Plaza Vienna; Fotos: Curt Themessl, Artwork: Hannes Rossbacher
Archiv
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