
WERKBUND-KÜNSTLER
Herbert Wallner
Herbert Wallner (* 18. Mai 1963 in Graz, Steiermark), bildender Künstler. Herbert Wallner besuchte die Volksschule in Pachern bei Graz und die Hauptschule Fröbel in Graz.
Mitglied seit 2020
Acrylmalerei
Acrylmischtechnik
Bildende Kunst
Malerei
Ölmalerei
Realkubismus
Virtuelle Ausstellung: https://my.matterport.com/show/?m=mzXE8gTb2XP&sr=-2.02,-1.31&ss=92
Herbert Wallner
Über den Künstler
Maler und bildender Künstler – Realkubismus
Geboren am 18. Mai 1963 in Graz, Steiermark
Herbert Wallner zählt zu jenen österreichischen Künstlern, die über Jahrzehnte hinweg eine eigenständige, unverwechselbare Bildsprache entwickelt haben. Seine großformatigen, farbintensiven Gemälde verbinden gegenständliche Darstellung mit kubistischen Formelementen und abstrakter Flächengestaltung. Diese besondere Verbindung von Realität und geometrischer Verfremdung wird als „Realkubismus“ bezeichnet – eine Stilbezeichnung, die nach Angaben des Künstlers auf die Auseinandersetzung mit seinen Arbeiten durch Berliner Kunstkritiker zurückgeht.
Wallners künstlerischer Weg führte ihn von Graz über Salzburg und Wien bis nach Deutschland, Spanien und in weitere internationale Kunstzentren. Seine Werke stehen für eine Malerei, die nicht nur sichtbare Wirklichkeit abbildet, sondern Raum, Bewegung und Wahrnehmung in eine neue bildnerische Ordnung überführt.
Künstlerischer Werdegang
Herbert Wallner wurde am 18. Mai 1963 in Graz geboren. Seine Schulzeit verbrachte er zunächst an der Volksschule in Pachern bei Graz und anschließend an der Hauptschule Fröbel in Graz. Seine künstlerischen Grundlagen erwarb er während einer Ausbildung zum Maler, Vergolder und Restaurator bei Anton Brauner. Bereits früh zeigte sich seine besondere Begabung, Motive auf charakteristische Formen zu reduzieren und mit wenigen, gezielt eingesetzten Pinselstrichen darzustellen. Im Alter von 16 Jahren entstand sein erstes Ölbild. Mit 17 Jahren präsentierte er seine Arbeiten erstmals im Rahmen einer privaten Vernissage in Graz. In dieser frühen Schaffensperiode beschäftigte sich Wallner vorwiegend mit realistischer Malerei, die er zunehmend durch moderne Gestaltungselemente ergänzte. Im Laufe seiner weiteren künstlerischen Entwicklung gewannen abstrakte Flächen, geometrische Strukturen und kubistische Kompositionselemente an Bedeutung. Aus der intensiven Auseinandersetzung mit unterschiedlichen malerischen Ausdrucksformen entwickelte sich schrittweise jener eigenständige Stil, der sein Werk bis heute prägt.Die Entstehung des Realkubismus
Im Zentrum von Herbert Wallners künstlerischem Schaffen steht das Spannungsverhältnis zwischen gegenständlicher Wahrnehmung und abstrakter Formgebung. Seine Gemälde greifen Motive aus der sichtbaren Welt auf, darunter Architektur, Menschen, Tiere und Landschaften. Diese werden jedoch nicht ausschließlich naturalistisch wiedergegeben, sondern in geometrische Farbflächen und rhythmisch angeordnete Strukturen aufgelöst. Anders als im klassischen Kubismus bleibt der ursprüngliche Gegenstand häufig deutlich erkennbar. Gerade diese Verbindung von realistischer Darstellung und kubistischer Bildorganisation bildet die Grundlage des sogenannten Realkubismus. Charakteristisch für Wallners Arbeiten sind kraftvolle Farbkontraste, eine ausgeprägte Dynamik der Komposition und das bewusste Zusammenspiel von Linie, Fläche und Raum. Dabei entstehen Bildwelten, die zwischen Vertrautheit und Verfremdung vermitteln. Seine Arbeiten sind vorwiegend in Acryl beziehungsweise Acrylmischtechnik ausgeführt, wobei die oftmals großzügig dimensionierten Leinwände der Wirkung seiner Kompositionen besonderen Raum geben.Perspektiven aus der Luft – der Einfluss des Paraglidings
Eine ungewöhnliche Inspirationsquelle fand Wallner Anfang der 1990er-Jahre im Paragliding. Mit etwa 28 Jahren entdeckte er seine Begeisterung für das Gleitschirmfliegen und übersiedelte nach Salzburg. Dort widmete er sich intensiv dem Flugsport, wurde selbst Ausbilder und beschäftigte sich mit Akrobatikflug. Die aus der Luft gewonnenen Eindrücke beeinflussten seine künstlerische Wahrnehmung nachhaltig. Landschaften, Siedlungen und architektonische Strukturen erschienen aus der Vogelperspektive in neuen geometrischen Zusammenhängen. Diese Erfahrungen fanden Eingang in seine Malerei. Perspektivische Verschiebungen, flächige Raumordnungen und die Auflösung gewohnter Blickwinkel wurden zu wesentlichen Gestaltungselementen seines Schaffens. Nach der Geburt seiner Tochter im Jahr 1998 kehrte Wallner nach Graz zurück und konzentrierte sich verstärkt auf seine Tätigkeit als freischaffender Künstler.Das längste Bild der Welt – ein Guinness-Weltrekord
Internationale Aufmerksamkeit erlangte Herbert Wallner durch ein außergewöhnliches Kunstprojekt, das er im Jahr 2005 begann. Innerhalb von neun Monaten schuf er ein nahezu 200 Meter langes und 1,5 Meter hohes Gemälde, das sich mit dem menschlichen Lebenszyklus von der Geburt bis zum Tod auseinandersetzt. Das monumentale Werk vereint zahlreiche Bildkompositionen zu einer zusammenhängenden malerischen Erzählung. In seiner für ihn charakteristischen Formensprache verband Wallner gegenständliche Motive mit geometrischen Strukturen und intensiver Farbgestaltung. Das 2006 erstmals öffentlich präsentierte Werk wurde als Guinness-Weltrekord anerkannt. Präsentationen erfolgten unter anderem in Graz, Wien, München und Berlin. Anschließend stellte Wallner das Projekt in den Dienst eines sozialen Anliegens: Das monumentale Gemälde wurde zugunsten der Grazer Kinderkrebshilfe verwendet. Damit verband der Künstler seine außergewöhnliche künstlerische Leistung mit einem gesellschaftlichen Engagement, das auch in späteren Projekten eine bedeutende Rolle spielen sollte.Ein monumentales Kunstprojekt in Gambia
In den Jahren 2007 und 2008 widmete sich Wallner einem weiteren außergewöhnlichen Vorhaben. In Zusammenarbeit mit dem SOS-Kinderdorf in Bakoteh in Gambia entstand ein monumentales, rund 185 Meter hohes Gemälde. Das Projekt war als weiterer Weltrekordversuch konzipiert und sollte zugleich auf die Lebenssituation benachteiligter Kinder aufmerksam machen. Die Durchführung stellte den Künstler vor erhebliche technische und körperliche Herausforderungen. Extreme Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit, tropische Regenfälle und die außergewöhnlichen Dimensionen des Bildträgers erschwerten die Arbeiten. 2008 wurde das monumentale Werk fertiggestellt. Eine offizielle Bestätigung als Guinness-Weltrekord ist allerdings nicht dokumentiert. Für Wallner stand neben der künstlerischen Herausforderung insbesondere die Unterstützung der Kinder und Familien vor Ort im Mittelpunkt. Die Verbindung von Kunst, interkultureller Begegnung und sozialer Verantwortung ist ein wiederkehrender Bestandteil seines künstlerischen Selbstverständnisses.Internationale künstlerische Tätigkeit
Herbert Wallners Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert. Seine internationale Tätigkeit führte ihn unter anderem nach Deutschland, in die Schweiz, nach Frankreich, Spanien und in weitere europäische Länder. Darüber hinaus sind seine Werke auch in privaten Sammlungen außerhalb Europas vertreten, darunter in Nordamerika, Asien und im Nahen Osten. Zu seinen künstlerischen Wirkungsorten zählen neben Graz insbesondere Wien, Köln und Port d’Andratx auf Mallorca. Im Jahr 2007 stellte ihm die Stadt Graz in Anerkennung seines künstlerischen Wirkens ein Stadtatelier zur Verfügung. Mit der Aufnahme in den Kulturserver der Stadt Graz wurde sein Schaffen auch institutionell dokumentiert. Neben der Präsentation in Galerien finden sich seine Arbeiten im Kunsthandel. Unter anderem wurden Gemälde Herbert Wallners im Wiener Dorotheum angeboten.Kunst als Ausdruck persönlicher Freiheit
Wallner versteht seine künstlerische Tätigkeit als fortwährende Auseinandersetzung mit Form, Farbe und individueller Wahrnehmung. Seine Werke entstehen aus dem Zusammenspiel bewusster Gestaltung und spontaner malerischer Entscheidungen. Die intensive Farbigkeit und die geometrische Organisation der Bildflächen eröffnen unterschiedliche Möglichkeiten der Interpretation. Eine Besonderheit seines künstlerischen Selbstverständnisses liegt darin, dass er seine Arbeiten nicht grundsätzlich mit erklärenden Bildtiteln versehen möchte. Er verzichtet bewusst auf eine verbindliche Deutung seiner Bildinhalte und überlässt es dem Publikum, eigene Assoziationen und persönliche Zugänge zu entwickeln. Er selbst beschreibt seine Malerei als eine „Wanderung in der Form- und Farbenwelt“. Damit unterstreicht er eine Haltung, in der das Kunstwerk nicht als abgeschlossene Aussage verstanden wird, sondern als offenes Angebot an die Wahrnehmung der Betrachtenden.Herbert Wallner und der Steiermärkische Kunstverein Werkbund
Seit 2020 ist Herbert Wallner Mitglied des Steiermärkischen Kunstvereins Werkbund. Sein künstlerischer Werdegang steht beispielhaft für die Verbindung regionaler Verwurzelung und internationaler Tätigkeit, die das Selbstverständnis des traditionsreichen, 1865 gegründeten Kunstvereins prägt. Mit seiner eigenständigen Bildsprache, seinem experimentellen Zugang zur Malerei und seinen internationalen Kunstprojekten bereichert Wallner das vielfältige Spektrum der im Werkbund vertretenen künstlerischen Positionen. Sein Werk verdeutlicht zugleich, wie sich individuelle künstlerische Entwicklung jenseits starrer stilistischer Zuordnungen entfalten kann. Gegenständlichkeit, geometrische Abstraktion und persönliche Wahrnehmung verbinden sich bei ihm zu einer unverwechselbaren Form zeitgenössischer Malerei.Ausstellungen
- 2010: Rathaus Hietzing, erste Wien-Vernissage Herbert Wallners
- 2011: art exhibition part II-Walter Junger & Corinna Steiner Galerie Junger at WHARF 1846, Building 3, Shanghai
- 2015: Sofitel 2015 Ausstellung und Präsentation des „Schutzengels“ (Prototyp für die caritative
- 2015: Herbert Wallner; „Per Se“
- 2015: Smart Choice for Life – Art of Life. Galerie Junger & DMU. Shanghai, Volksrepublik China (16.09.2015)
- 2015: Stadtmuseum Graz, Gotische Halle, Querschnitt durch das Oeuvre des Künstlers.
- 2015: Ausstellung Hamburg, Albis Haus
- 2016: Start exklusives Schutzengel-Projekt mit dem Lions Club Palma de Mallorca. Wallner ist selbst Lions-Mitglied in Wien. Gemeinsam mit dem Lions Club Palma de Mallorca will er seine Schutzengelbilder verkaufen. Ein Teil des Verkaufserlöses wurde an das Projekt „Comida paratodos“ (Nahrung für alle) gespendet
- 2018: Best of – Herbert Wallner und Christian Gollob, Kunst Galerie Holasek
- 2019: Ausstellung Med Uni Graz, Mediziner Kongress/Kunstausstellung Herbert Wallner
- 2019: Ausstellung "Wegkreuz" im Steiermarkhof, Graz. (9. April 2020) Anlässlich der Corona-Kirse mit "Virtueller Ausstellung"
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